Eine wachsende Anzahl an Unternehmen räumt ihren Mitarbeitern die Möglichkeit ein, von zu Hause aus zu arbeiten. Insbesondere in der IT-Branche befindet sich das Home-Office stark im Kommen – und immer mehr Arbeitgeber sehen sich dazu gezwungen, diesem Trend zu folgen. Oft gestaltet sich die praktische Umsetzung jedoch schwieriger, als im Vorfeld vermutet wurde.

Warum ist das Home-Office im Kommen?

Zahlreiche Unternehmenslenker müssen gestehen, dass sie ihren Mitarbeitern die Arbeit im Home-Office nicht ganz freiwillig gewähren. Oft schwingt eine gehörige Portion Skepsis mit, weil die Schaffung einer solchen Möglichkeit großes Vertrauen fordert. Dennoch bleibt manchmal keine andere Wahl, was schlichtweg dem Mangel an Fachkräften geschuldet ist.

In verschiedenen Branchen, jedoch besonders im IT-Umfeld, ist ein Wandel festzustellen. Zunehmend mehr Talente wünschen sich, zumindest zeitweise, vom Home-Office aus arbeiten zu können. Kommt ein Unternehmen diesem Wunsch nicht nach, nehmen sie ein Jobangebot gar nicht erst an. Zugleich eröffnet das Home-Office auch neue Chancen, wie etwa die Bindung qualifizierter Fachkräfte. So würden beispielsweise viele junge Eltern das Unternehmen verlassen, könnten sie nicht weiterhin von zu Hause aus in Teilzeit arbeiten.

Die wesentlichen Hürden im Überblick

Selbst wenn die Entscheidung gefallen ist, das Arbeiten vom Home-Office aus zu ermöglichen, gestaltet sich die Umsetzung in der Praxis nicht immer leicht. Werfen wir einen Blick auf die größten Hürden:

Hürde 1: Interne Widerstände

Wie bereits angedeutet, kann auch eine gewisse Skepsis in den eigenen Reihen bestehen. Unter Umständen bedarf es grundlegender Überzeugungsarbeit, um sämtliche Widerstände abzubauen und damit einen freien Weg für das Arbeiten im Home-Office zu schaffen. Je nach Größe und Struktur einer Organisation kann allein dieser Schritt eine Mammutaufgabe bedeuten.

Hürde 2: Kontrolle von Arbeitszeit und Leistung

Besagte Widerstände sind primär auf einen Punkt zurückzuführen: viele Verantwortliche haben Angst, Mitarbeiter könnten es sich im Home-Office bequem machen. Womöglich arbeiten sie weniger, als vertraglich vereinbart wurde oder die Arbeitsleistung sinkt im Niveau.

Ob und wie sich dieses Problem lösen lässt, hängt in erster Linie davon ab, welchen Mitarbeitern ein Home-Office angeboten werden soll. Es gibt Aufgaben, die sich vergleichsweise leicht auslagern und dennoch kontrollieren lassen, andere hingegen weniger. Die Kontrolle erfolgt meist mithilfe von Software, die z.B. eine exakte Erfassung der Arbeitszeit ermöglicht und mitunter sogar zusätzlich einzelne Tätigkeiten erfasst.

Hürde 3: Betrieblicher Datenschutz

Ein Thema, das im Rahmen der ersten Vorbereitungen gerne übersehen wird, ist der betriebliche Datenschutz. In zahlreichen Fällen besteht die Möglichkeit, dass Mitarbeiter auch im Home-Office unmittelbaren Zugriff auf Daten mit Personenbezug haben. Zwar ist dies kein K.O.-Kriterium für das Arbeiten im heimischen Umfeld, jedoch muss ein passenden Datenschutzkonzeptes umgesetzt werden, das gewährleistet, dass die im Einsatz befindlichen IT-Systeme angemessen geschützt und die Räumlichkeiten des Arbeitnehmers abschließbar sind.

Ihre Experten für Agile Sourcing und Weiterbildung

Agile Sourcing und Weiterbildung sind unsere Themen. Wir unterstützen Unternehmen bei der Gewinnung von Fachkräften sowie bei deren Bindung und Weiterentwicklung. Hierfür entwickeln wir Lösungen, die exakt auf die jeweiligen Unternehmensbedürfnisse zugeschnitten sind. Gerne stehen wir auch Ihnen zur Seite. Für weitere Informationen nehmen Sie einfach Kontakt auf – wir freuen uns auf Ihre Anfrage.

Quellen:
https://www.welt.de/wirtschaft/article181219806/IZA-Studie-Homeoffice-ist-in-der-Mitte-der-Gesellschaft-angekommen.html

https://www.heise.de/newsticker/meldung/Recht-auf-Home-Office-IT-Branche-offen-aber-skeptisch-4313069.html

Bleiben Sie auf dem Laufenden rund um Agile Sourcing, Zukunft der Arbeit, New Leadership im Zeitalter der Digitalen Transformation und vieles mehr
Jetzt abonnieren
Ich habe die Datenschutzerklärung gelesen und stimmme dieser zu.

Kommentar hinzufügen

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *