Einst galt das Diensthandy als Statussymbol. Allerdings liegen diese Zeiten weit zurück, denn Mobiltelefone sind preiswert geworden und daher weit verbreitet. Weil die meisten Mitarbeiter ohnehin ein eigenes Smartphone besitzen, gehen sogar zunehmend mehr Unternehmen dazu über, die Nutzung solcher Geräte im Dienst zu gestatten. Firmen- und Privathandy verschmelzen, das gegenwärtig beliebte „Bring Your Own Device“ (BYOD) Konzept macht es möglich.

 

Bedeutung mobiler Geräte im Arbeitsalltag

Der technische Fortschritt hat die Arbeitswelt verändert. Statt Festnetz-Telefon und Desktop Computer sind Laptop und Smartphone angesagt. Unternehmen lassen eigene Apps entwickeln, um einen schnellen und unkomplizierten Zugriff auf entscheidende Daten mittels Smartphone und Tablet zu ermöglichen.
Grund ist die gebotene Effizienz, denn während der Computer noch hochfahren müsste, ist die benötigte Information mit dem Smartphone längst abgerufen. Entsprechend sind mobile Geräte aus zahlreichen Umfeldern, wie z.B. dem Außendienst, nicht mehr wegzudenken.

 

Wenn Mitarbeiter ihre eigenen Geräte mitbringen

Gründe, weshalb Unternehmen ihren Mitarbeitern gestatten, das private Smartphone oder Tablet auch beruflich zu nutzen, gibt es gleich mehrere. Sowohl für das Unternehmen als auch den Mitarbeiter ergeben sich aus der Bring Your Own Device Philosophie gleich mehrere Vorteile.

Nur ein Gerät: Besonders im Außendienst ist es nicht ungewöhnlich, dass Mitarbeiter sowohl ihr Diensthandy als auch ein privates Gerät mit sich führen. Dies wird jedoch als lästig empfunden, u.a. weil es stets zwei Geräte bei sich zu tragen und diese z.B. auch unterwegs zu laden gilt. Wer nur noch ein Smartphone mit sich führen muss, genießt zwangsläufig mehr Komfort.

Vertrautheit mit dem System: Im Feld der mobilen Devices dominieren zwei Betriebssysteme, nämlich Android von Google sowie iOS aus dem Hause Apple. Die Ansichten der Mitarbeiter zu diesen Systemen könnten teilweise nicht unterschiedlicher sein, d.h. während der eine iOS bevorzugt, möchte der andere wiederum Android nutzen. Im Rahmen einer BYOD Lösung kann jeder Mitarbeiter genau das System verwenden, das ihm persönlich mehr zusagt.

Sorgsamer Umgang mit der Hardware: Mit fremdem Eigentum wird nicht so sorgsam umgegangen, wie mit Dingen, die einem selbst gehören. Entsprechend gibt es Personen, bei denen die Diensthandys nicht besonders alt werden. Für ein Unternehmen kann dies hohe Folgekosten bedeuten. Doch sobald Mitarbeiter ihre eigene Hardware verwenden, ist meist ein deutlich sorgsamerer Umgang mit der Hardware festzustellen.

Kostenersparnis: Besonders im Hinblick auf den zuvor genannten Punkt können Unternehmen eine Ersparnis erzielen. Der Geräteerwerb erfolgt üblicherweise durch den Mitarbeiter, der oftmals einen festen Zuschuss erhält. Für ihn ist dies wiederum ein Vorteil, weil er sich genau das Gerät kaufen kann, welches er nutzen möchte. Einen ggf. vorhandenen Aufpreis trägt er dann selbst.

 

Herausforderungen in der Praxis

Das Bring Your Own Device Konzept stellt Unternehmen vor neue Herausforderungen. Es können Themen in den Fokus rücken, die zuvor nur eine untergeordnete Rolle spielten.

 

App Kompatibilität: Einige Unternehmen setzen beim Thema Smartphone-Betriebssystem bewusst nur auf Android oder iOS, um sich die Kosten einer doppelten App-Entwicklung zu sparen. Im Rahmen von BYOD, führt an der Kombination aus Android und iOS im Regelfall kein Weg vorbei, so dass ggf. die Notwendigkeit besteht, Apps für das jeweils andere Systeme anpassen zu lassen.

IT Security: Selbst das klassische Diensthandy will mittlerweile umfassend konfiguriert werden, damit ein sicherer Einsatz erfolgen kann bzw. Unternehmensdaten angemessen geschützt sind. Sollten Mitarbeiter ein Gerät sowohl geschäftlich als auch privat nutzen, muss die IT Sicherheit unter Umständen zusätzlich erhöht werden. Womöglich bedarf es ergänzender Lösungen, damit bestimmte Apps in einer abgesicherten Umgebung laufen.

Steuerliche Aspekte: Sofern den Mitarbeitern ein Zuschuss gezahlt wird, um sich das persönliche Wunsch-Smartphone zu kaufen, ist dies auch steuerlich zu berücksichtigen. Entsprechend will solch eine Lösung mit einem Steuerexperten und der Lohnbuchhaltung abgeklärt sein.

Ihr Begleiter auf dem Weg der Digitalisierung

Wenn Sie weitere Fragen zu den Themen der Digitalisierung haben, wenden Sie sich unverbindlich an uns. Wir begleiten Sie und Ihr Unternehmen gerne in die digitale Zukunft mithilfe unserer Experten aus der IT-Branche.

 

Quellen:

https://www.haufe.de/compliance/management-praxis/bring-your-own-device-datenschutz-beachten_230130_437814.html

https://www.rdp-law.de/datenschutz/bring-your-own-device-byod.html

https://www.cisco.com/c/dam/global/de_de/assets/pdfs/byod_economics_top_10_insights.pdf

 

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