Es ist noch gar nicht lange her, als Berichte über das Feel-Good Management einiger IT-Konzerne aus dem Silicon Valley viele Menschen zum Staunen brachten. Einige zweifelten sogar an den Berichten, denn weshalb sollten Unternehmen viel Geld in die Hand nehmen, um inspirierende Arbeitsumgebungen zu schaffen oder beste Köche sowie Masseure einstellen, die sich um das Wohl der Mitarbeiter kümmern?

Um es vorwegzunehmen: Derartige Maßnahmen sind keine Eskapaden finanzstarker Unternehmen. Vielmehr wird das Feel-Good Management als Investition betrachtet, die sich für das Unternehmen vor allem mittel- und langfristig auszahlen soll. Es existieren mehrere gute Gründe, weshalb es sich für Arbeitgeber lohnt, sich mit dem Wohlergehen der Mitarbeiter zu befassen.

 
Arbeitskraft erhalten

Streng genommen ist der Ansatz des Feel-Good Managements gar nicht so neu und stammt außerdem nicht aus den USA. In anderen Regionen beschreiten Unternehmen schon seit viel längerer Zeit diesen Weg, wie z.B. in Skandinavien. Als eines der Vorzeigeländer gilt Schweden.

In Schweden wird das Feel-Good Mangement gerne als Maßnahme betrachtet, welche das Unternehmen gegen Mitarbeiterausfälle absichern soll. Die Grundidee ist simpel: In einer optimalen Arbeitsumgebung können sich Mitarbeiter nicht so schnell verletzen oder erkranken, wodurch dem Unternehmen längere Ausfälle erspart bleiben. Der Arbeitgeber investiert lieber kurzfristig und ruft beispielsweise einen Masseur herbei, der einen verspannten Mitarbeiter behandelt, damit er im Anschluss seine Arbeit fortsetzen kann, anstatt den nächsten Tag beim Arzt zu verbringen.

 
Mitarbeiter langfristig binden

Ein vollkommen anderer Grund besteht darin, Mitarbeiter für möglichst lange Zeit an das Unternehmen zu binden. Schließlich haben sich die Arbeitsmärkte verändert. Lange Zeit wurde von Mitarbeitern mehr Flexibilität gefordert – was auch gefruchtet hat, allerdings in verschiedene Richtungen. Heutzutage sind Mitarbeiter eher dazu bereit, ein Unternehmen zu verlassen, wenn es ihnen dort nicht mehr gefällt.

In diesem Zusammenhang ist auf die Erkenntnis zu verweisen, dass Geld allein kein Garant ist, um gute Mitarbeiter dauerhaft im Unternehmen zu halten. Eine höhere Vergütung wirkt häufig nur kurzfristig und steigert außerdem nicht zwangsläufig das Engagement. Stattdessen muss das Gesamtpakt stimmen, d.h. der Mitarbeiter soll sich beim Arbeitgeber möglichst rundum wohl fühlen. Gezieltes, auf die jeweiligen Bereiche abgestimmtes Feel-Good Management, trägt zur Erreichung dieses Ziels bei.

 
Attraktivität als Arbeitgeber steigern

Einige Unternehmen stellen Feel-Good Manager nicht nur mit der Zielsetzung ein, eine Umgebung zu schaffen, die Mitarbeiter langfristig bindet. Besonders die Unternehmen im Silicon Valley haben längst verstanden, dass es mittels Feel-Good Management möglich ist, die größten Talente anzulocken. Nicht grundlos zählen Unternehmen wie Facebook oder Google zu den beliebtesten Arbeitgebern weltweit: Sie haben Kulturen und Umgebungen geschaffen, die IT-Spezialisten sowie andere Fachkräfte regelrecht anziehen. Entsprechend können diese Unternehmen über den täglichen Eingang an Bewerbungen nicht klagen.

 
Agile Lösungen rund um Recruiting und Weiterbildung

Der Wandel am Arbeitsmarkt setzt sich fort, Unternehmen müssen flexibler denn je sein. Als Spezialisten für Recruiting und Weiterbildung verfolgen wir die Änderungen am Markt genau. Längst setzen wir auf agile Lösungen, die maßgeschneidert sind und sich jederzeit anpassen lassen. Ob Gewinnung neuer Talente oder die Weiterentwicklung bestehende Mitarbeiter: Gerne stehen wir auch Ihrem Unternehmen mit passenden Lösungen zur Seite.

 
Quellen:

https://www.wz.de/wirtschaft/geld-ist-nicht-alles-wie-man-talentierte-mitarbeiter-langfristig-bindet_aid-25479787
https://www.n-tv.de/ratgeber/Welche-Aufgaben-hat-ein-Feelgood-Manager-article20570096.html
https://www.zeit.de/2013/31/beruf-feel-good-manager

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