Das Prinzip der Mitarbeiterbindung ist zwar nicht neu, jedoch hat es in den vergangenen Jahren deutlich an Aufmerksamkeit gewonnen. Zumindest im Personalmanagement großer Unternehmen – im KMU-Umfeld sind weiterhin zahlreiche Arbeitgeber anzutreffen, die noch keine gezielte Mitarbeiterbindung betreiben.

Dabei ist es im Zeitalter des Fachkräftemangels umso sinnvoller, sich diesem Thema zu widmen. Unternehmen, die gezielte Maßnahmen zur Bindung ihrer Mitarbeiter ergreifen, könnten davon nachhaltig profitieren. Im heutigen Beitrag möchten wir uns den einzelnen Gründen zuwenden, die für die Bindungsmaßnahmen sprechen.

Senkung der Fluktuation

Der Hauptgrund, weshalb sich eine wachsende Anzahl an Unternehmen mit diesem Thema befasst, ist die gestiegene Mitarbeiterfluktuation. Die Arbeitswelt hat sich verändert, die Bereitschaft von Fachkräften, den Arbeitgeber zu wechseln, hat deutlich zugenommen.

Hierfür zeigen sich gleich mehrere Gründe verantwortlich, wie z.B. gute Jobmöglichkeiten am Arbeitsmarkt (insbesondere im IT-Umfeld) sowie die zunehmende Bereitschaft, ein selbsterfülltes Leben zu führen und dafür beruflich kürzer zu treten. Besonders Angehörige der Generation Y sind dafür bekannt, ihre Work-Life-Balance nicht aus den Augen zu verlieren.

Das Ausmaß dieser Form von Fluktuation (im Sinne des Verlustes von Fachkräften an andere Arbeitgeber) lässt sich mithilfe zielgerichteter Maßnahmen aus dem Feld der Mitarbeiterbindung erheblich senken. Fühlen sich die Mitarbeiter im Unternehmen besonders wohl, geht die Bereitschaft eines Arbeitgeberwechsels deutlich zurück.

Wirtschaftliche Aspekte

Verlassen gute Mitarbeiter das Unternehmen, droht eine doppelte Belastung. Nicht nur der Weggang von Know-How kann aus Sicht des Arbeitgebers ärgerlich sein. Denn mit dem Abgang von Mitarbeitern gehen auch sogenannte Trennungskosten einher. Der Arbeitgeber ist dazu angehalten, die frei gewordene Stelle erneut zu besetzen. Dies zieht Kosten nach sich, u.a. für das Schalten von Stellenanzeigen oder gar der Zahlung von Prämien an Personaldienstleister.

Je länger Mitarbeiter im Unternehmen verbleiben, desto geringer sind diese Kosten bemessen. Streng genommen lassen sich sogar erhebliche Einsparungen erzielen, welche die Kosten von Maßnahmen zur Bindung der Mitarbeiter oft um Vielfaches übersteigen.

Employer Branding

Sofern die richtigen Maßnahmen aus dem Feld der Mitarbeiterbindung ergriffen werden, gehen damit weitere Vorzüge einher, die über die bisher genannten Punkte hinausreichen. So werden nicht nur Mitarbeiter im Unternehmen gehalten, sondern auch der Ruf als Arbeitgeber wird gestärkt.

Damit lohnt sich die Mitarbeiterbindung auch im Bereich des Recruitings, da es leichter fällt, weitere Fachkräfte anzulocken. Solch eine Entwicklung ist auf die Zufriedenheit der eigenen Mitarbeiter zurückzuführen. Diese tragen nach außen weiter, wie wohl sie sich an ihrem Arbeitsplatz fühlen. Solch eine Kommunikation findet mittlerweile überall statt, wie z.B. mit Geschäftskontakten oder auch auf Bewertungsplattformen im Internet. Zugleich können Bewerber-Empfehlungen, die von eigenen Mitarbeitern ausgehen, zunehmen.

Fazit

Es lohnt sich, über Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung nachzudenken. Die gebotenen Vorzüge wirken nachhaltig und sprechen für sich. Sie tragen maßgeblich zum wirtschaftlichen Erfolg bei und sollten deshalb genutzt werden. Voraussetzung ist verständlicherweise die Ergreifung geeigneter Maßnahmen, die es zunächst zu ermitteln gilt. Je nach Branche, Unternehmensgröße und Unternehmenskultur sind andere Maßnahmen erforderlich, um optimale Ergebnisse zu erzielen.

Ihre Experten

Für weitere Informationen zu diesem Thema stehen wir gerne bereit. Wir freuen uns auf Ihre Anfrage.

Quellen:

https://karrierebibel.de/mitarbeiterbindung/
https://stellenmarkt.faz.net/karriere-lounge/coach/mitarbeiterbindung-vorteile-und-instrumente/

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