Die innerbetriebliche Weiterbildung ist eine wirksame Maßnahme, die bei guter Umsetzung ein erheblicher Wettbewerbsvorteil sein kann. Doch in der Praxis wird sie oft sträflich vernachlässigt, zahlreiche Unternehmen lassen eine große Chance ungenutzt. Zugleich haben selbst diejenigen, die ihren Mitarbeitern gezielte Fortbildungen anbieten, gelegentlich mit Schwierigkeiten zu kämpfen.

Typische Stolpersteine bei der innerbetrieblichen Weiterbildung

Es lauern zahlreiche Stolpersteine, die entsprechende Vorhaben maßgeblich erschweren. In Anbetracht dieser Tatsache ist es nicht überraschend, dass einige Unternehmen ihre Weiterbildungsprogramme wieder einstellen. Nachfolgend möchten wir einen Blick auf die häufigsten Probleme werfen.

Unklarheit bezüglich der Adressaten: Eine der zentralen Fragen lautet, welche Mitarbeiter den größten Bedarf haben bzw. wo die größten Potenziale einer Weiterbildung liegen. Nicht immer ist diese Frage leicht zu klären, zumal auch längst nicht alle Mitarbeiter ein Interesse an Fortbildungen haben müssen.

Organisatorische Hürden: Als zumeist größte Hürde gilt jedoch die eigentliche Umsetzung. Es gilt Spezialisten (ob eigene Mitarbeiter oder externe Partner) zu finden, die geeignete Weiterbildungslösungen entwickeln und umsetzen. Ganzheitliche Weiterbildungskonzepte sehen außerdem Kontrollen vor, die ebenfalls erst einmal entwickelt und danach durchgeführt werden müssen.

Sich ändernder Weiterbildungsbedarf: Nie zuvor unterlag die Arbeitswelt einem solch ausgeprägten Wandel. Es fällt schwerer, Weiterbildungsinhalte zu definieren und anschließend möglichst lange an ihnen festzuhalten. Dieses einst bewährte Konzept funktioniert in einer wachsenden Anzahl an Branchen und Unternehmensbereichen nicht mehr. Entsprechend besteht die Notwendigkeit, den Weiterbildungsbedarf häufiger zu messen und Weiterbildungsmaßnahmen sowie Inhalte anzupassen.

Wenig Feedback: Zahlreiche Weiterbildungsmaßnahmen fruchten nur eingeschränkt, weil die Verantwortlichen zu wenig Feedback erhalten. Das Einholen von Feedback gilt zwar längst als üblich, jedoch ist der Fokus oft eingeschränkt. Häufig stammt es nur von den Weiterbildungsteilnehmern selbst. Feedback von anderen Stellen, die z.B. auch Auswirkungen auf Produktivität oder Qualität messen können, wird immer noch selten eingeholt, obwohl es wertvolle Rückschlüsse zulassen kann.

Agile Weiterbildungskonzepte

Dort wo klassische Ansätze aus der innerbetrieblichen Weiterbildung an ihre Grenzen stoßen, können agile Weiterbildungskonzepte für Abhilfe sorgen. Sie ermöglichen es, die genannten Stolpersteine zu umgehen und können zugleich neue Impulse liefern, die noch zielgerichteter zur Steigerung von Produktivität und Qualität beitragen.

Ein hervorragendes Beispiel ist die Berücksichtigung der Mitarbeiterbedürfnisse. Agile Ansätze berücksichtigen welche Bedürfnisse nicht generell, sondern jetzt im Augenblick bestehen. So gelingt es, Weiterbildungsinhalte noch spezifischer auszurichten und anzupassen – insbesondere im Hinblick auf die konkreten Weiterbildungsteilnehmer. Dies bedeutet zumeist, dass die Inhalte besser zugeschnitten sind. Manchmal sind sie im Umfang auch kleiner gehalten, dafür aber passender und sofort anwendbar. Entscheidend ist außerdem das Einholen von Feedback, sowohl um die Zielrichtung immer wieder neu zu definieren und gleichzeitig die Inhalte im Detail abzustimmen.

Unterstützung vom Experten

Ausarbeitung und Implementierung solcher Weiterbildungskonzepte gelten als anspruchsvoll und erfordern daher Know-How sowie Erfahrung. Es sind mehr Prozesse sowie Details zu berücksichtigen. Doch die gebotenen Vorzüge sprechen für sich, insbesondere was die Förderung von Mitarbeiterpotenzialen betrifft. Außerdem werden gute Weiterbildungsprogramme von den meisten Mitarbeitern honoriert, was unter anderem eine stärkere Bindung an das Unternehmen bedeuten kann.

Sie möchten mehr über agile Lösungen aus dem Feld der Weiterbildung und Requalifizierung erfahren? Gerne stehen wir auch Ihrem Unternehmen zur Seite – wir freuen uns auf Ihre Anfrage.

Quellen:
Rollen in der agilen Weiterbildung
https://www.zeit.de/karriere/2016-10/weiterbildung-mitarbeiter-lerntypen-motivation-studie
https://www.bmas.de/SharedDocs/Downloads/DE/PDF-Publikationen/a882-weiterbildung-im-digitalen-wandel.pdf

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