Trend zu Hybrid-Clouds

Seit vielen Jahren ist die Nutzung von Clouds Standard in der IT. Inzwischen nutzen über Dreiviertel der großen Unternehmen hybride Cloud-Szenarien. In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen, was Hybrid-Clouds sind und welche Vorteile sie bieten.

Was heißt hybrid?
Eine Hybrid-Cloud ist eine Mischung aus verschiedenen Infrastrukturen. Das geht von internen Ressourcen über Co-Location-Ansätze bis hin zu Managed-Private-Cloud- und Enterprise-Public-Cloud-Angeboten. Allein das gilt jedoch noch nicht als Definition für eine Hybrid-Cloud, da die Einsatzszenarien zu unterschiedlich sind:

Nutzung auf Datenebene:
Der Anwender nutzt die Cloud als Erweiterung seiner internen Speicher- und Datenbank-Ressourcen, etwa um große Datenmengen kostengünstig auszulagern, dezentral schneller verfügbar zu halten oder in der Cloud zu sichern.

Nutzung im Netzwerk:
Der Anwender verbindet lokale und Cloud-Ressourcen über ein gemeinsames Netzwerk, sodass Anwender auf Daten und Applikationen zugreifen können, unabhängig davon, ob sie in der lokalen oder der Cloud-Umgebung liegen.

Integration von Identitäts- und Zugriffsmanagement:
Über eine einheitliche Benutzerverwaltung wie Active Directory werden die Berechtigungen sowohl für interne Zugänge als auch für Cloud-Ressourcen festgelegt.

Nutzung auf Virtualisierungsebene:
Dieses Szenario ermöglicht es, virtuelle Maschinen transparent und unterbrechungsfrei zwischen lokalen und Cloud-Ressourcen zu verschieben.

Einbindung von Endgeräten, Aktoren und Sensoren:
Hier geht es darum, Internet-of-Things-Elemente in eine verteilte Infrastruktur einzubinden.

Vorteile hybrider Cloud-Lösungen
Hybride Ansätze sind der ideale Einstieg in das Cloud-Computing. Hybride Cloud-Lösungen greifen nur minimal in die bestehende Systemlandschaft ein. Die vorhandenen Prozesse müssen nicht radikal und von Grund auf neu gedacht, sondern können sanft an die neue Welt angepasst und für die neuen Anforderungen erweitert werden. Eine zentrale Datenhaltung mit einem einheitlichen Betriebssystem ist der entscheidende Vorteil von Hybrid-Cloud-Umgebungen. Durch die gemeinsame Datenbasis entfällt die Notwendigkeit, Daten zu migrieren, damit sinkt auch die Gefahr von inkonsistenten Daten. Darüber hinaus verhindert die Wahlfreiheit zwischen unterschiedlichen Public-Cloud-Anbietern die Gefahr nur an einen Provider gebunden zu sein, während verschiedene Auslastungen flexibel und skalierbar gehandhabt werden können. Mit einer hybriden Lösung lassen sich Lastspitzen leichter abfangen, da man Kapazität mehr oder weniger automatisiert ¬innerhalb von Minuten oder sogar Sekunden hinzubuchen kann, statt teure Infrastruktur ¬vorzuhalten, die vielleicht nur ein oder zwei Mal im Monat wirklich benötigt wird. Lastspitzen können sowohl durch hohe Zahlen gleichzeitiger Nutzerzugriffe wie auch durch extrem große ¬Datenmengen entstehen, wie sie in Big-Data- oder Internet-of-Things-Projekten auftreten.
Ein weiterer Vorteil ist die erleichterte Zugänglichkeit. In vielen Firmen können Mitar¬beiter, Kunden und Partner nicht oder nur mit hohem Aufwand von außen auf das interne Netz zugreifen. Wenn man nun Zugriffsmöglichkeiten über die Cloud schafft, bietet man dieser Zielgruppe einen einfachen Zugang, ohne die Sicherheit des internen Netzes zu gefährden.

Mögliche Einsatzgebiete
Hybride Lösungen sind vor allem dann gefragt, wenn auf den ersten Blick sich widersprechende Anforderungen erfüllt werden sollen. So können Computer-Ressourcen für eine bessere Skalierbarkeit in einer Public Cloud organisiert sein, während die Datenhaltung dem Datenschutz entsprechend in einer Private Cloud erfolgt.

Strategie zur Einführung hybrider Strukturen
Vor der Ausarbeitung konkreter Pläne zu Integration von Clouds muss klar sein, was das Ziel dieser Maßnahmen ist und welchen Nutzen sie bringen sollen.
Für Infrastruktur- und Plattform-Dienste sollten Sie sich für einen Anbieter entscheiden. Optimieren Sie gemeinsam mit dem Provider die Lieferkette und schulen Sie Ihre Mitarbeiter auf das Angebot des Cloud-Dienstes. Bleiben Sie offen für Alternativen, wenn bestimmte Aufgaben in anderen Cloud-Angeboten besser erfüllt werden können. Gehen Sie außer¬dem davon aus, dass Sie mit einer Vielzahl Providern verhandeln werden.
Der Datenaustausch kann auf drei Wegen erfolgen: über das öffentliche Internet, über dedizierte Verbindungen oder über den einmaligen direkten physischen Transport von Datenträgern ins Cloud-Rechenzentrum. Für den langfristigen Betrieb hy¬brider Umgebungen sind vor allem dedizierte Verbindungen geeignet. Sie sind zwar kostspielig, bieten jedoch die höchste Zuverlässigkeit, wenn regelmäßig Daten zwischen eigenem und Cloud-Rechenzentrum ausgetauscht werden sollen. Evaluieren und beschaffen Sie Migrationswerkzeuge. Dazu gehören beispielsweise Tools, die Workloads detektieren, ihren Status monitoren oder zwischen verschiedenen Typen von virtuellen Maschinen übersetzen.
Machen Sie Ihr Unternehmen cloudfähig. Bauen Sie ein Cloud-Competence-Center in Ihrem Unternehmen auf, das als zentrale Drehscheibe für alle Cloud-Migrationsaktivitäten dient. Stellen Sie mindestens einen Cloud-Architekten ein beziehungsweise bilden Sie einen aus, der sich federführend um Ihre Cloud-Strategie kümmert und sie vorantreibt. Sorgen Sie dafür, dass alle Mitarbeiter, die direkt oder indirekt mit der Cloud zu tun haben, Grundkenntnisse über die Technologien Ihres bevorzugten Cloud-Providers haben.

Nachteile
Hybride Umgebungen haben auch Nachteile. Unternehmen handeln sich mit hybriden Cloud-Modellen eine massive Steigerung der Komplexität ein, vor allem was Management-, Security- und Compliance-Aspekte betrifft. Ohne vernünftige Integration wird der Betrieb einer hybriden Umgebung so komplex, dass der zusätzliche Managementaufwand die Vorteile der Cloud-Nutzung zunichtemacht.

Fazit
Hybride Infrastrukturen sind in vielen Unternehmen weltweit bereits Alltag. Oft entstehen sie auch beiläufig, weil Fachabteilungen oder auch die IT selbst Dienste in der Cloud buchen oder Cloud-Ressourcen für Testumgebungen und zum Abfangen von Lastspitzen einsetzen.
Häufig mangelt es bei diesen Schnellschüssen jedoch an einer wirklichen Integration der lokalen Umgebung mit den Cloud-Instanzen. Auch Anforderungen der Compliance, des Datenschutzes und der IT-Sicherheit werden oft genug nur unzureichend berücksichtigt. Wenn diese Dinge im Auge behalten werden, können die Prozesse im Unternehmen optimiert und Ressourcen geschont werden.
CompuSafe arbeitet seit Jahren mit IT-Experten zusammen. Wenn Sie ihr Unternehmen jetzt in der IT zukunftsfähig machen wollen, können wir gemeinsam eine Lösung für Sie finden. Kontaktieren Sie uns am besten gleich!

 

Quellen:

 
Alles läuft auf Hybrid Clouds hinaus

Der Trend geht zur Hybrid-Cloud

Kommentar hinzufügen

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Melden Sie sich für unseren Newsletter an

Durch Angabe meiner E-Mail-Adresse und Anklicken des Buttons "Anmelden" erkläre ich mich damit einverstanden, dass die CompuSafe Data Systems AG mir regelmäßig Informationen zu folgenden Themen per E-Mail zuschickt: Links zu Fachbeiträgen, Links zu Stellenanzeigen, Links zu aktuellen Blogbeiträgen, Einladungen zu Webinaren und Ebook-Veröffentlichungen. Meine Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.