Geschäftsreise

Sicher auf Geschäftsreisen mit Laptop & Co

Besonders wenn man IT-Geräte dabei hat, ist auf Auslandsreisen einiges zu beachten. In diesem Beitrag zeigen wir welche Gefahren lauern und wie Sie sich davor schützen.

 
Digital aufräumen
Im Unternehmen bietet die eigene IT-Infrastruktur viel Sicherheit, die man auf eine Geschäftsreise nicht mitnehmen kann. Gehen Sie sparsam mit Daten um. Je weniger Informationen auf einem Gerät sind, desto weniger können gestohlen werden. Je nach der eigenen Gefährdungslage kann man temporäre Geräte anschaffen und diese für Reisen nutzen. Sämtliche Speichermedien sollten verschlüsselt sein, von allen Informationen sollte es zudem Backups geben.

 
VPN sichert Datenübertragung
Es lohnt sich eine VPN-Lösung anzuschaffen und diese vorab zu testen. Das hilft weniger gegen übergriffige Grenzbeamte, schützt aber wichtige Informationen vor neugierigen Lauschern in öffentlichen WLANs. Zudem gibt das VPN (Virtual Private Network) einen sicheren Rückkanal, so dass sich darüber Daten ohne Angst vor Manipulation herunterladen lassen.

 
Geräte an der Grenze ausschalten
Die Einreise in kein Land ist garantiert. Wenn ein Grenzer „Nein“ sagt, dann hat man einen schlechten Stand. Respektvolles Verhalten hilft meist weiter. Vor der Kontrolle sollten sämtliche Geräte komplett ausgeschaltet werden. Nur dann wird die Verschlüsselung wirklich aktiv. Wenn ein Grenzbeamter die Zugangsdaten zu einem Laptop oder einem Social-Media-Account möchte, kann man nicht gewinnen. Wer ablehnt, kommt nicht ins Land. Wer zustimmt, öffnet seine Daten dem Zugriff. Die amerikanische EFF (Electronic Frontier Foundation) empfiehlt, in solchen Fällen alles zu dokumentieren und sich (höflich) nach den Namen und Nummern der Beamten zu erkundigen. Anschließend sollten Sie in jedem Fall die Kennwörter wechseln.

 
Wenn man seine Zugangsdaten nicht preisgibt
Laut der EFF kann es bei einer Weigerung, seine Zugangsdaten herauszugeben, zu Problemen kommen. Ein US-Beamter könnte beispielsweise einen seiner Vorgesetzten rufen oder die Geräte sogar beschlagnahmen. Zusätzlich könnte man auf eine Liste gesetzt werden, die bei einer künftigen Einreise erneut zu einer Kontrolle führen kann. Es ist zwar auch möglich, dass der Grenzbeamte von einer Kontrolle absieht und Sie passieren lässt, das ist aber eher unwahrscheinlich. Die Tipps der EFF gelten zunächst für die USA, sie lassen sich aber auf andere Länder mit restriktiver Einreise ebenfalls anwenden.

 
Im Zielland an die Sicherheit denken
Auch nach der Grenze sollte die Sicherheit nicht vernachlässigt werden. Pässe und ähnlich wichtiges gehören in den Hotel-Safe. Digitale Geräte sollten Sie immer im Blick haben, Hotelzimmer sind weniger sicher als es aussieht. Neben Ihnen hat mindestens das Personal den Schlüssel, bei Key-Karten lassen sich leicht Kopien herstellen. Eine Möglichkeit ist es, ein Sicherheitskabel mitzunehmen und den Laptop anzuketten. Schalten Sie den Laptop und das Tablet immer ab – nur dann kann die Verschlüsselung wirklich komplett greifen. Noch sicherer wird es nur, wenn Sie die Festplatte entfernen und in die Tasche stecken.

 
Was Sie unterlassen sollten
Spielen Sie keine Spielchen mit den Grenzbeamten! Im Zusammenhang mit der Einreise in die USA wurden zahlreiche Ratschläge veröffentlicht. Ein solcher Tipp ist etwa, dass man „das Passwort einfach so oft falsch eingeben soll, bis sich das Gerät löscht“. Oder, man solle den Beamten geradeaus ins Gesicht lügen. So etwas ist nicht nur grob fahrlässig, sondern kann rechtliche Schritte nach sich ziehen. Ein Beamter kann im schlimmsten Fall etwa einen Fall kreieren, bei dem der Reisende belastendes Material vernichten will – das ist in den meisten Ländern eine Straftat. Gleiches gilt, wenn man auf Fragen absichtlich falsch oder „kreativ“ antwortet. Grenzer, Polizisten und andere Angestellte von Behörden sind darauf trainiert, Lügen und Unregelmäßigkeiten zu erkennen. Bleiben Sie bei der Wahrheit! Verzichten Sie darauf, fremde USB-Geräte anzustecken. Sollte Sie jemand nach Daten fragen, schicken Sie diese per E-Mail im Nachgang.

 
Nicht paranoid werden
Trotz aller Horrorgeschichten ist es kein Grund paranoid zu werden. Es lohnt sich dennoch wachsam zu sein und Ihre Reise in Sachen IT-Sicherheit vorzubereiten. Während des Business-Trips beachten Sie die genannten Regeln und schon kommen Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit gut und ohne Datenverlust zurück.
CompuSafe arbeitet seit Jahren mit IT-Experten zusammen. Wenn Sie die IT-Sicherheit Ihres Unternehmens verbessern wollen, können wir gemeinsam eine Lösung für Sie finden. Kontaktieren Sie uns am besten gleich!

 

Quellen:

So reisen Sie sicher mit dem Notebook

Sicherheit auf Auslandsreisen – Sicher reisen trotz Wirtschaftsspionage und Geheimdienst

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