Die rein ökonomisch denkende Perspektive des Managements versucht mit möglichst geringen Ressourcen im Wettbewerb auszukommen. Niedrig gehaltene Personalausgaben und die Ausrichtung an der Steigerung der Effizient stellen hier zwei der großen Prioritäten dar. Unternehmen in starken Wachstumsmärkten hingegen, versuchen oftmals die „besten“ Mitarbeiter zu rekrutieren und setzen auf hohe Gehälter, um diese zu locken. Doch lässt sich der nachhaltige Erfolg eines Unternehmens tatsächlich rein an der Höhe der Personalkosten ausmachen? Ist die Perspektive sowohl aus Sicht des Unternehmens, als auch aus der des Mitarbeiters nicht zu eindimensional gewählt, wenn Geld die wichtigste Ressource darstellt, die ein Unternehmen zur Verfügung stellt? Im Zuge der Digitalisierung entsteht ein zunehmender Druck auf Unternehmen, Innovation zu betreiben und auf Wissensebene konkurrieren zu können. In der Innovationslehre wird auch davon gesprochen, dass das Zeitalter der wissensbasierten Unternehmen angebrochen und Wissen die wichtigste aufzubauende Ressource für jedes Unternehmen sei.

Wissensaufbau als Notwendigkeit

Das Einstellen neuer Mitarbeiter muss nicht der einzige Weg sein, um neues Wissen im Unternehmen anzureichern. Die gezielte Förderung und Weiterbildung von Mitarbeitern erzeugt auf beiden Seiten nur Vorteile. Bei Mitarbeitern in Deutschland ist der Wunsch nach Weiterbildungen weit verbreitet. Im Jahr 2013 gaben bereits 86% der Unternehmen ihren Mitarbeitern die Möglichkeit einer derartigen Weiterbildung. Das Vorhandensein eines derartigen Angebots für Mitarbeiter erscheint somit als Grundvoraussetzung im heutigen Wettbewerb. Eine hohe Qualität des Weiterbildungsangebots kann somit auch ein entscheidender Wettbewerbsvorteil, sowohl für das Unternehmen, als auch für den Mitarbeiter sein. Bei uns wird das Bildungsangebot in der CompuSafe Academy organisiert. An 45 Samstagen im Jahr werden technische Kurse sowie Lehrgänge zu Methodenkompetenz, Sozialkompetenz und Coaching angeboten. Dieses Angebot besteht bereits seit 1998 und wurde im Laufe der Zeit stetig optimiert.

Im Zentrum steht das Wohl des Mitarbeiters

Über das reine Angebot von Weiterbildungen hinaus, gehen manche Unternehmen aber noch weiter. Sie stellen das Wohl des Mitarbeiters, in Form seines individuellen Erfolgs, in den Mittelpunkt des Personalmanagements. Beispielsweise Amazon fördert aktiv den Fortschritt der Karriere der Angestellten und bezahlt bis zu 5000$ für das Kündigen einer Anstellung. Hierdurch soll erreicht werden, dass Mitarbeiter sich Gedanken um ihren Werdegang machen und stets einen Schritt vorankommen wollen. Gleichzeitig entsteht eine Unternehmenskultur, bei der versucht wird, die Loyalität zu stärken. Aus Sicht des Unternehmens ist diese Maßnahme natürlich auch eigennützig geplant. Wenn Mitarbeiter nicht an die eigene Karriere denken und sich mit dem zufrieden geben, was sie haben, dann stockt in direkter Folge die Innovation im Unternehmen und die Wettbewerbsfähigkeit sinkt. Das Aufrechterhalten eines Status Quo und das Vermeiden von Veränderungen schadet dem Unternehmen also zumindest langfristig. Auf der anderen Seite profitiert aber auch der Arbeitnehmer von dem hohen Engagement für seine Entwicklung. Er erlernt neues Wissen und sein „Marktwert“ steigt. Es kann schlussgefolgert werden, dass in einem zukunftsorientierten Unternehmen das Wohl und die Förderung der Mitarbeiter eine erfolgskritische Kernkompetenz darstellt und beide Seiten nachhaltig davon profitieren.