Zunehmend mehr Mitarbeiter fordern die Möglichkeit, vom Home-Office aus arbeiten zu können. Doch etliche Arbeitgeber haben Bedenken, die nicht unbegründet sind. Im Hinblick auf den wachsenden Fachkräftemangel bleibt vielen Unternehmen trotzdem keine andere Wahl, als sich mit diesem Thema intensiver zu befassen.

Warum mit dem Thema Home-Office beschäftigen?

Tatsächlich ist das Interesse am Home-Office größer denn je. Besonders die Techkonzerne aus dem Silicon Valley haben zu dieser Entwicklung beigetragen bzw. das Home-Office im Software- und IT-Umfeld etabliert. Als Folge bestehen immer mehr Fachkräfte auf diese Option. Sie möchten von zu Hause aus arbeiten können, ansonsten kommt ein Arbeitgeber für sie nicht infrage.

In anderen Worten: Wenn ein Unternehmen seinen Mitarbeitern die Home-Office Option anbietet, kann es seine Attraktivität als Arbeitgeber erheblich steigern. Die bloße Erwähnung in Stellenanzeigen führt in manchen Fällen zu einem Anstieg der eingehenden Bewerbungen.

Woher die Skepsis in Unternehmen rührt

Die ausbleibende Begeisterung zahlreicher Unternehmen bezüglich des heimischen Arbeitens überrascht nicht. Das Kernproblem sind die schwindenden Kontrollmöglichkeiten. Es lässt sich nicht überprüfen, ob die Mitarbeiter wirklich ihrer Arbeit nachgehen und eine ausreichende Produktivität erzielen. Zumal viele Home-Office Worker die Problematik bestätigen: Die meisten mussten erst einmal lernen, auf diese Weise zu arbeiten.

Zugleich sind rechtliche Aspekte nicht außer Acht zu lassen. Der betriebliche Datenschutz kann eine Hürde darstellen. So müssen Arbeitgeber u.a. sicherstellen, dass die IT-Systeme im Home-Office vor Fremdzugriffen angemessen geschützt sind und beispielsweise der jeweilige Raum abschließbar ist.

Gründe, die für das Home-Office sprechen

Es ist nicht so, dass sich die Arbeit im Home-Office gar nicht kontrollieren ließe. Im Gegenteil: In zunehmend mehr Berufsumfeldern ist die Leistung der Mitarbeiter sehr gut messbar. Moderne Lösungen, wie z.B. auf dem Feld der ERP Software, leisten hierzu ihren Beitrag. Gleichzeitig muss die Kommunikation unter Mitarbeitern nicht gehemmt sein. Zunehmend mehr Teams kommunizieren ohnehin digital.

Mitarbeiter können vom heimischen Büro enorm profitieren. Viele wissen es beispielsweise zu schätzen, wenn sie ihren Arbeitstag entspannt antreten können, anstatt sich erst durch eine verstopfte Innenstadt zu kämpfen.

So mancher Chef befürchtet, zu Hause seien die Mitarbeiter stärker abgelenkt und dadurch weniger produktiv. Allerdings muss dies nicht zwingend der Fall sein. Im Rahmen einiger Studien wurde festgestellt, dass Mitarbeiter am klassischen Arbeitsplatz zahlreichen Ablenkungen ausgesetzt sind und teilweise die Hälfte ihrer Zeit mit Dingen verbringen, die mit ihren Kernaufgaben nichts zu tun haben. Ein heimischer Arbeitsplatz kann wiederum ein Arbeitsfeld bieten, in welchem Mitarbeiter weniger abgelenkt sind und zugleich mehr Konzentration finden. Somit kann die Arbeitsleistung sowohl quantitativ als auch qualitativ zunehmen.

Nicht außer Acht zu lassen ist die Bindung von Fachkräften. So mancher Mitarbeiter würde unter Umständen das Unternehmen verlassen, könnte er/sie nicht im Home-Office arbeiten. Gerade im Teilzeitumfeld werden ganz neue Chancen eröffnet. So sehen beispielsweise zahlreiche Eltern im Home-Office die einzige Chance, dem Arbeitsleben erhalten zu bleiben. Anders gesagt: Ohne heimisches Büro wären sie Mütter oder Väter in Vollzeit.

Fazit

In Summe sprechen zahlreiche Gründe für das Home-Office. Es muss die Produktivität nicht verschlechtern und kann gleichzeitig eine wirksame Maßnahme im Hinblick auf die Bindung von Mitarbeitern darstellen. Vielleicht mag es nicht mit jeder Tätigkeit vereinbar sein, jedoch mit mehr Berufen, als oft vermutet wird.

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Quellen:
https://www.welt.de/wall-street-journal/article112075264/Warum-es-so-schwer-ist-dieses-zu-Ende-zu-lesen.html
https://www.businessinsider.de/eine-studie-zeigt-wie-sich-home-office-auf-eure-arbeitsweise-auswirkt-das-ergebnis-ueberrascht-2018-7
https://www.welt.de/wirtschaft/article181219806/IZA-Studie-Homeoffice-ist-in-der-Mitte-der-Gesellschaft-angekommen.html

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