Nicht nur in Branchen mit starkem Fokus auf Informationstechnologie sind IT-Spezialisten gefragt.
Mehr Unternehmen denn je beschäftigen IT-Experten und befinden sich zugleich auf der Suche nach weiteren Fachkräften. Doch IT-Experten sind schwer zu finden, Arbeitgeber stehen vor einer großen Herausforderung.

Unternehmen suchen händeringend IT-Spezialisten

Im vergangenen Dezember hat der Branchenverband der deutschen Informations- und Telekommunikationsbranche (Bitkom) seine Studie „Der Arbeitsmarkt für IT Fachkräfte“ vorgestellt. Im Rahmen der Studie wurden Unternehmen verschiedener Branchen befragt. Davon gaben 82 Prozent an, vom Fachkräftemangel betroffen zu sein. Während im Jahr 2017 noch 55.000 IT-Stellen als unbesetzt galten, waren es 2018 sogar 82.000 Stellen – ein Anstieg um beeindruckende 49 Prozent.

Laut der Studie benötigen 80 Prozent der befragten Unternehmen rund 4 bis 6 Monate, um eine offene IT-Stelle mit einer qualifizierten Fachkraft zu besetzen. Weitere 9 Prozent gaben an, dass sie sogar 7 bis 9 Monate benötigen. Ob die IT-Stellen schwieriger, als Vakanzen aus anderen Bereichen, zu besetzen seien, beantworteten die Arbeitgeber unterschiedlich. Die Mehrheit (65 Prozent) gab an, dass es auf die jeweilige Stelle ankommt und deshalb teilweise schwerer, sowie teilweise leichter fällt. Ein knappes Drittel gab hingegen an, die Besetzung von IT-Stellen würde eher länger dauern. Nur 1 Prozent der Unternehmen kann IT-Stellen vergleichsweise schnell besetzen, die restlichen Befragungsteilnehmer machten keine Angabe.

Warum zahlreiche Stellen unbesetzt bleiben

Die Gründe, weshalb es Unternehmen schwer fällt, offene Stellen mit qualifizierten IT-Fachkräften zu besetzen, sind schnell gefunden. 76 Prozent der Befragten verweisen in diesem Zusammenhang auf die hohen Gehaltsvorstellungen der Bewerber. In anderen Worten: Viele geeignete Kandidaten sind teuer, was die Unternehmen finanziell unter Druck setzt. An zweiter Stelle folgt ein Verweis auf die Digitalkompetenz der Bewerber. Diese wird von den Arbeitgebern nicht so gut eingestuft. Unabhängig vom Alter wurden die Bewerber durchweg mit der Note „befriedigend“ bewertet. Bewerber von über 50 Jahren schneiden in Sachen Digitalkompetenz sogar nur mit der Note „ausreichend“ ab.

Es gilt zu handeln

Viele Zeichen deuten darauf hin, dass der Arbeitsmarkt nicht nur kurz-, sondern auch mittel- und langfristig mehr IT-Fachkräfte fordert. Für den Branchenverband Bitkom steht fest, dass vor allem in der Bildungspolitik angesetzt werden muss. Den Ländern muss es gelingen, Lerninhalte sowie Lernmethoden anzupassen und insbesondere das Thema Digitalisierung voranzutreiben. Auf diese Weise könnte es gelingen, die Lücke an Fachkräften wenigstens mittel- und langfristig zu schließen.

Bis dahin müssen sich Arbeitgeber anderer Strategien bedienen. Zum einen ist das Thema Zuwanderung nicht außer Acht zu lassen. In zahlreichen Ländern – auch außerhalb Europas – durchlaufen junge Menschen qualifizierte Ausbildungen. Entsprechend bietet sich die Chance, solche Fachkräfte anzuwerben und mit ihnen die Lücke zu schließen.

Zum anderen sollte die Weiterqualifizierung nicht unterschätzt werden. Viele Unternehmen beschäftigen gute Mitarbeiter, die mit vergleichsweise geringem Aufwand – und damit innerhalb einer angemessenen Zeit – auf den Wissensstand gebracht werden können, der für bestimmte Aufgaben erforderlich ist.

Ihre Spezialisten für Recruiting und Weiterbildung

Seit vielen Jahren helfen wir unseren Kunden dabei, den Mangel an IT-Fachkräften in den Griff zu bekommen. Wir bieten wirkungsvolle Sourcing-Lösungen, um die richtigen IT-Spezialisten zu gewinnen. Gleichzeitig entwickeln wir maßgeschneiderte Weiterbildungskonzepte, die Unternehmen dabei helfen, bestehende Mitarbeiter noch besser einzusetzen. Bei Fragen zu diesen Themen sowie unseren Leistungen stehen wir gerne zur Verfügung.

Quelle: Bitkom Studie „Der Arbeitsmarkt für IT-Fachkräfte“28

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