Viele Menschen starten mit guten Vorsätzen in das neue Jahr. Typischerweise möchten sie gesünder leben, indem sie z.B. mehr Sport treiben und sich besser ernähren. Sie betrachten das neue Jahr als große Chance, bestimmte Dinge anders zu machen und letztlich die eigene Zufriedenheit zu steigern. Dies ist ein interessanter Ansatz, den sich auch Unternehmen im Rahmen ihres Human Resources Management zunutze machen können.

Unzufriedenheit unter Mitarbeitern ist nicht gut

Ziel entsprechender Überlegungen ist es, die Zufriedenheit der Mitarbeiter so zu beeinflussen, dass diese ein angemessenes Niveau erreicht. Dieses Niveau ist jedoch längst nicht immer gegeben. Viele Arbeitnehmer sind mit ihren Jobs unzufrieden. Oft wird der Beschäftigung nur nachgegangen, weil sie als Notwendigkeit erachtet wird, um den Lebensunterhalt zu bestreiten.

Unzufriedene Mitarbeiter sind aus Sicht von Arbeitgebern ein Risikofaktor. Mehrere Untersuchungen und Studien belegen negative Auswirkungen. Es fängt bereits damit an, dass unzufriedene Arbeitskräfte meist nicht die Leistung zeigen, die sie eigentlich erbringen könnten. Generell hält sich das Engagement innerhalb des Unternehmens in Grenzen, wodurch z.B. die Innovationsfähigkeit gehemmt wird. Außerdem sind mehr Krankheitstage festzustellen, was letztlich auch höhere Kosten für den Arbeitgeber bedeutet. Zudem sind unzufriedene Mitarbeiter eher dazu bereit, ihren Arbeitgeber zu wechseln. Somit kann ein erhöhtes Risiko bestehen, Talente früh zu verlieren.

Karriereplan

Das Problem der guten Vorsätze für das neue Jahr besteht darin, dass es häufig bei Vorsätzen bleibt. Die meisten Menschen scheitern mit ihren Vorhaben bereits innerhalb der ersten Tage oder Wochen. Eine derartige Entwicklung können sich Unternehmen nicht leisten. Deshalb wird im Human Resources Management auch nicht mit Vorsätzen gearbeitet. Ein deutlich wirksameres Instrument stellen Karrierepläne dar.

Die Idee hinter solch einem Plan ist simpel. Gemeinsam mit dem Mitarbeiter wird ein Karriereplan entwickelt. Darin wird abgesteckt, wohin seine Reise innerhalb des Unternehmens mittel- und langfristig führt. Es soll eine Perspektive entstehen, die eine klare Richtung vorgibt. Für den Mitarbeiter bedeutet sie wiederum Sicherheit und führt meist zu einer gesteigerten Motivation.

Der Jahreswechsel ist ein hervorragender Zeitpunkt, um an Karriereplänen zu arbeiten und damit neue Grundsteine für die berufliche Zukunft zu setzen. Daher überrascht es nicht, dass Unternehmen oftmals zu dieser Zeit sogenannte Jahresgespräche mit Mitarbeitern führen. Darin geht es generell um einen gegenseitigen Abgleich, d.h. der Mitarbeiter schildert, wo er sich im Unternehmen sieht. Das Unternehmen gibt wiederum Feedback zum Mitarbeiter. Ergänzend ist es möglich, einen Karriereplan abzustecken und damit dem Mitarbeiter zu signalisieren, wie wichtig dem Arbeitgeber die Aussichten und Möglichkeiten einzelner Mitarbeiter sind.

Umsetzung

Es gibt Unternehmen, die zunächst skeptisch sind. Kein Wunder, jeden Mitarbeiter einmal im Jahr zu befördern, könnte sich schwierig gestalten. Aber dies soll gar nicht das Ziel sein – und längst nicht jeder Mitarbeiter strebt eine Bilderbuchkarriere an. Ein Karriereplan kann ebenso darauf abzielen, dass das Aufgabenspektrum auf fachlicher Ebene sinnvoll erweitert wird.

Zugleich kann das Thema Weiterbildung eine tragende Rolle spielen. Die Berufswelt unterliegt einen raschen Wandel. Damit ist auch das Interesse an beruflicher Weiterbildung deutlich gestiegen. Viele Mitarbeiter nehmen solche Angebote dankend an – sie müssen nur geschaffen werden.

Selbstverständlich sind derartige Konzepte nicht als Fertiglösung erhältlich. Jedes Unternehmen muss unter Berücksichtigung von Branche, Mitarbeiteranzahl und Unternehmenskultur seine eigene Lösung entwickeln. Doch die Mühe lohnt sich, denn zufriedene Fachkräfte zahlen sich in vielfacher Hinsicht aus.

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Quellen:

https://www.focus.de/finanzen/karriere/berufsleben/tid-23711/unzufriedene-mitarbeiter-stoerfaktor-nummer-eins-der-chef_aid_668002.html
https://news.kununu.com/presseinformation/fuehrungskraefte-report-2017-unzufriedenheit-der-mitarbeiter-steigt/

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