In einer wachsenden Anzahl an Unternehmen können Mitarbeiter erheblichen Einfluss auf ihre Arbeitszeiten nehmen und sie teilweise sogar gänzlich selbst festlegen. Einige Unternehmen gestatten es ihren Mitarbeitern, zeitweise oder gar vollständig von zu Hause aus zu arbeiten.

Andererseits gibt es viele Arbeitgeber, die sich gegenüber diesem Trend verschließen oder sich noch nicht damit befasst haben. Innerhalb der Software-Branche finden sich vergleichsweise viele Unternehmen (72 Prozent), die flexibles Arbeiten anbieten. In anderen Feldern liegt der Anteil erheblich niedriger, wie z.B. in der Fertigungs-Branche (43 Prozent). Unternehmen sollten sich jedoch mit dem Thema zumindest beschäftigen und die eigenen Möglichkeiten eingehend prüfen.

Vorteile des flexiblen Arbeitens

Die größten Profiteure einer solchen Entscheidung sind verständlicherweise die Mitarbeiter. Jeder Mensch hat seinen eigenen Tages- und Biorhythmus. Wer über die Möglichkeit verfügt, die eigenen Arbeitszeiten daran auszurichten, ist gleich mehrfach im Vorteil. Zunächst unter gesundheitlichen Aspekten: Frühaufsteher möchten möglichst früh am Arbeitsplatz erscheinen, um vergleichsweise früh Feierabend zu machen. Der Körper dankt dies, indem er weniger für Krankheiten anfällig ist.
Flexibles Arbeiten leistet auch sonst einen großen Beitrag, um die richtige Lebensbalance zu finden. Mitarbeitern fällt es leichter, wichtige private Dinge (z.B. Arztbesuche) in den Alltag zu integrieren. So entsprechend reduzierter Stress, drückt sich oft durch höhere Motivation sowie Zufriedenheit aus.
Ergebnisse, die somit auch für Arbeitgeber von Vorteil sind: Mitarbeiter, die sich besser fühlen, zeigen höhere Motivation, was zu einer nachhaltigen Steigerung der Produktivität führen kann.

Ein positiver Nebeneffekt ist außerdem in Sachen Employer Branding festzustellen. Fühlen sich die Mitarbeiter wohl, entsteht eine stärkere Verbindung zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgeber, was den guten Ruf als Arbeitgeber unterstreicht. Gerade diesen Aspekt wissen Unternehmen zu schätzen, insbesondere in Hinblick auf das somit reduzierte Risiko abgehender Fachkräfte und die positive Außenwirkung, da ein guter Ruf als Arbeitgeber zur Gewinnung weiterer Fachkräfte beitragen kann.

Neue Arbeitsmodelle sind nicht immer leicht einzuführen

Trotz dieser erheblichen Vorteile zeigen viele Arbeitgeber weiterhin Zurückhaltung gegenüber der Einführung flexibler Arbeits- und Arbeitszeitmodelle, da diese auch zahlreiche Hürden mitbringen.

Ein klassisches Beispiel ist das Home-Office. Längst nicht alle Tätigkeiten lassen sich von dort aus erledigen. Manchmal ist es unabdingbar, dass Mitarbeiter vor Ort anwesend sind. In bestimmten Bereichen, wo unmittelbare Zusammenarbeit stattfindet, besteht die Notwendigkeit, dass bestimmte Mitarbeiter zu vorgegebenen Zeiten präsent sind. Austausch von Informationen innerhalb einer Organisation und gute Kommunikation untereinander ist in den meisten Bereichen unabdingbar, was unter Umständen bedeuten kann, dass sich flexibles Arbeiten erst einführen lässt, nachdem Prozesse umfassend angepasst wurden. Hierbei können moderne Software-Lösungen wertvolle Unterstützung leisten, z.B. im Feld der Dokumentation oder zur Realisierung von Online-Meetings.
Generell ist zu klären, wie sich flexibles Arbeiten mit der Unternehmenskultur vereinbaren lässt und in welche Richtung sich die eigene Kultur in Zukunft entwickeln soll. Denn sobald Mitarbeiter ihre Arbeitszeiten selbst festlegen können, kann dies die Unternehmenskultur erheblich beeinflussen.

 

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Quellen:

 https://www.humanresourcesmanager.de/news/global-talent-trends-report-2019-arbeitswelt-im-wandel.html
https://karrierebibel.de/flexibles-arbeiten/

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