Die Digitale Transformation stellt neue Herausforderungen an die Flexibilität und Innovationskraft von Unternehmen. Im Mittelpunkt dieser steht auch der Umgang mit dem eigenen Personal. Hochqualifizierte Arbeitskräfte und die damit verbundene Verfügbarkeit von hochwertigem Wissen im Unternehmen stellen einen kritischen Erfolgsfaktor für die Wettbewerbsfähigkeit moderner Unternehmen dar. Gleichzeitig sprechen Studien immer wieder von einem Fachkräftemangel in Deutschland. Insbesondere die MINT-Berufe, also Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik seien davon betroffen. Eine aktuelle Studie der Boston Consulting Group spricht von einem gravierenden kurzfristigen Mangel an Arbeitskräften in Deutschland. Konkret sollen dies bis 2030 rund 6,1 Millionen sein. Die Bundesregierung scheint diesen Trend dabei sogar noch zu beschleunigen: durch die Rente mit 63 werden viele Fachkräfte früher aufhören zu arbeiten und fehlen dann in den Unternehmen.

Zuwanderung gegen Fachkräftemangel

Dass dieses Problem in Deutschland auf gesellschaftlicher Ebene und in verschiedensten Dimensionen zu lösen gilt, kann heute als sicher gelten. Spätestens wenn innovative und junge Branchen davon sprechen, dass sie hierzulande durch den Mangel an passenden Arbeitskräften ausgebremst werden, wird klar, dass etwas nicht richtig funktioniert. Das gezielte Anwerben von Fachkräften im Ausland kann einen Ausweg darstellen, welcher der Entwicklung des Demographischen Wandel entgegen kommt. Erst kürzlich verdeutlichte Bundesinnenminister De Maizière die Relevanz des sogenannten „Zuwanderungsmarketings“ für Deutschland, um diese Form der Zuwanderung zu unterstützen. Gleichzeitig entstehen hierdurch neue bürokratische Probleme, die bereits heute zeigen, dass dieser Prozess vielschichtig und mit komplexen Herausforderungen versehen ist.

Der innovative Umgang mit dem Fachkräftemangel

Doch kann die reine Orientierung an dem Anwerben von neuen Arbeitskräften das Problem des Fachkräftemangels alleine lösen? In der öffentlichen Diskussion nimmt dieser Ansatz eine wichtige Rolle ein. sprechen aber darüber hinaus davon, dass dieses Problem von den Personalabteilungen in deutschen Unternehmen ausgelöst sei. Zu wenige Arbeitnehmer seien auch wirklich zufrieden mit ihrem Job. Somit seien diese Arbeitskräfte nicht als motiviert und produktiv einzustufen. Die Attraktivität von Arbeitgebern ist somit auch als zentraler Punkt zu bezeichnen, wenn es um den Mangel an Fachkräften geht. Wie diese gesteigert werden kann, wurde beispielsweise kürzlich von einer studentischen Beratung an der Universität Hohenheim untersucht und auch in einem unserer letzten Blogartikel besprochen.

Einige Unternehmen begegnen der Problemstellung mit Offshoring, also der Verlagerung von Arbeitsprozessen ins Ausland. Dabei sind insbesondere der erhöhte Organisationsaufwand, die anders zu gestaltende Qualitätssicherung und die sinkende Agilität durch längere Kommunikationswege als neu auftretende Herausforderungen zu nennen. Als weiterer Ausweg spielen neue Beschäftigungsmodelle mit Arbeitskräften vor Ort eine wichtige Rolle. Nämlich immer dann, wenn es darum geht, etablierte Unternehmen in der modernen Wirtschaft nachhaltig wettbewerbsfähig zu machen und die Innovationskraft zu steigern. Auch die beispielhaft genannte Themenstellung der Digitalen Transformation erfordert hochqualifizierte Arbeitskräfte, die nachhaltige Innovationen im Unternehmen vorantreiben können. Benötigt werden Fachkräfte, welche neue, digitale Technologien verstehen und diese sinnvoll im Unternehmen implementieren können. Durch den Mangel an verfügbaren Fachkräften vor Ort und den hohen Druck in der globalisierten Wirtschaft, sind flexible Beschäftigungsmodelle eine geeignete Alternative zur klassischen Anstellung. Insbesondere digitale Technologien haben die Eigenheit, sich immer schneller zu verändern. Darum stellt gerade hier die Zusammenarbeit mit externen Personaldienstleistern und Beratern eine innovationsfördernde Möglichkeit dar, stets passende Fachkräfte mit aktuellem und spezifischem Wissensstand zur Verfügung zu haben, das Risiko zu minimieren und den digitalen Wandel effektiv voran zu treiben. Diese Beschäftigungsmodelle stellen einen seit einiger Zeit intensiv diskutierten Teilaspekt der Zukunft der Arbeit dar.