Im mehrteiligen Interview mit dem Journalisten und TV-Moderatoren Ralph Szepanski erörtert unser Vorstand Ralf Greis, vor welchen Herausforderungen Unternehmen im Zuge der Digitalisierung gestellt werden.

 Nachdem Ralf Greis in der vergangenen Woche bereits einen Einblick in die derzeitige Situation am Arbeitsmarkt gegeben hat, beschreibt er in diesem Teil, wie sich Arbeitsbeziehungen zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber in der Zukunft entwickeln werden:

 

Wie wird das Verhältnis zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer aussehen?

Dazu lässt sich sagen, dass die Bindung von Menschen an Unternehmen abnehmen wird. Diese Entwicklung ist nicht nur auf den digitalen, sondern auch auf den Werte- und Generationenwandel zurückzuführen. Standen früher noch Karriere und ein Leben für die Arbeit an erster Stelle, so wird sich nun der Fokus auf andere Schwerpunkte legen.

Auch feste Arbeitsbeziehungen gibt es in Zukunft nur noch bedingt. Fluide Formen der Kopplung zwischen Unternehmen und Mitarbeitern wie Selbstständigkeit gewinnen daher an Bedeutung. Multiple Unternehmenszugehörigkeiten und Engagements auf Zeit gehören zunehmend zur Normalität. Spannend wird sein, wie man Arbeit in diesem Kontext organisieren kann. Ein Blick auf die agilen Methoden wie Scrum zeigt die Möglichkeiten indem man nicht mehr Personen einer Arbeit zuordnet sondern Arbeit Personen zuordnet.

Um qualifiziertes Personal zu finden, kurzfristige Vakanzen zu besetzen oder Fachkräfte mit Nischenkompetenzen einzusetzen, werden daher Agenturen zur Vermittlung und Entwicklung von Human Resources zentral an Bedeutung gewinnen. Das gilt auch für die Qualifizierung und Weiterbildung der Mitarbeiter. Genau hier setzt unser Agile Sourcing-Ansatz an.

 

Wie definieren Sie „Agile Sourcing“?

Um den aus heutiger Sicht zu erwartenden Arbeitsmarkt-Entwicklungen gerecht zu werden, wird für die Wirtschaft und die Gesellschaft eine „Plattform“ nötig sein, welche die Nachfrage von Arbeit mit einem flexibilisierten Angebot an Arbeit in Einklang bringt. Die digitale Transformation wird in jeder Branche zu Herausforderungen führen. Das fordert agile Lösungen, die häufig unterschiedliche Kompetenzen und Ressourcen in einer bestimmten Mischung bedingen.

Hier kommt es auf die richtige Rezeptur und Zutaten an. Man könnte uns auch als Koch bezeichnen, dessen Aufgabe es ist, ein exzellentes Dinner für einen Kunden zuzubereiten. Im Vorfeld müssen dann bestimmte Dinge abgeklärt werden: Im ersten Schritt muss der Kunde wissen, was genau er essen möchte, welche Vorlieben oder Unverträglichkeiten er hat, wer seine Gäste sind, welche Ziele er hat, welche Besonderheiten es vielleicht gibt. Denn der Koch muss den Kontext verstehen. Erst danach kann er sich überlegen, wie das perfekte Dinner aussieht und die Rezeptur und ideale Mischung der Zutaten zusammenstellen. Entscheidend für die perfekte Lösung ist jetzt aber nicht davon abhängig, welche Zutaten im eigenen Vorgarten wachsen, sondern frei und flexibel zu sein. Frei und flexibel bei der Wahl der Zutaten, die benötigt und wo und in welcher Qualität sie bezogen werden. Im besten Fall wird neben dem Dinner dann auch noch der Koch, in unserem Fall der Projektmanager, zur Verfügung gestellt. Das ist Agile Sourcing.

In der kommenden Woche erfahren Sie, wann Agile Sourcing die richtige Lösung ist und was die Werte der neuen Generation Y sind.

 

Weitere Inhalte aus dem Interview:

Fachkräftemangel in der Industrie 4.0 in Zeiten der Digitalisierung Teil I –  derzeitige Situation am Arbeitsmarkt

Fachkräftemangel in der Industrie 4.0 in Zeiten der Digitalisierung Teil III –  Wann ist Agile Sourcing die richtige Lösung?

Fachkräftemangel in der Industrie 4.0 in Zeiten der Digitalisierung Teil IV – Herausforderungen und Folgen

 

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