Zahlreiche Unternehmen beschäftigen zwar Studierende, räumen diesen Mitarbeitern jedoch keinen allzu hohen Stellenwert ein. Solch eine Herangehensweise ist bedenklich, besonders im Zeitalter des Fachkräftemangels. Wer studentische Arbeitskräfte nicht fördert, vergibt eine große Chance.

Die kurzsichtigen Gründe, weshalb viele Arbeitgeber ihre studentischen Mitarbeiter nicht adäquat einbinden, liegen auf der Hand: da sie noch nicht vollständig ausgebildet sind, bringen sie ergo vermeintlich weniger Fachwissen sowie Berufserfahrung mit und sind als dauerhafte Fachkräfte zudem meist noch gar nicht verfügbar.

Warum auch Studenten wichtige Mitarbeiter sind

Dementsprechend ist die Wertschätzung gegenüber Studenten nicht immer die größte. Dabei gibt es genug gute Gründe, die für einen stärkeren Fokus auf diese Gruppe potentieller Mitarbeiter sprechen. Angefangen beim Thema Fachwissen: nicht selten unterschätzen Arbeitgeber bereits vorhandenes Knowhow. Häufig verfügen studentische Mitarbeiter über ein umfassenderes Wissen, als vermutet wird. Zugleich haben sie vermutlich eine andere und meist auch unvoreingenommene Sichtweise auf die Abläufe im Unternehmen. Alleine deswegen können sie äußerst wertvoll sein, um Prozesse mit neuen Denkansätzen zu bereichern & zu gestalten und somit wertvolle Beiträge zur Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu leisten.

Außerdem sollten Arbeitgeber niemals vergessen, dass die Studenten von heute gleichzeitig die Fachkräfte von morgen sind. Klar mag es noch dauern, bis ein Praktikant seinen Bachelor in der Tasche hat und eventuell will er auch noch seinen Master-Abschluss machen. Und doch gilt es, hier mittel- & langfristig zu denken: wer den studentischen Mitarbeiter bereits heute wertschätzt, kann ihn später leichter als ausgebildete Fachkraft für sich gewinnen.

Im Übrigen zählen Studenten zu den stärksten Multiplikatoren. Sie verfügen über ausgeprägte Netzwerke unter ihresgleichen. Üblicherweise findet zwischen den Mitgliedern eines Studiengangs ein reger Austausch an Information statt, unter anderem auch darüber, wie es um die Attraktivität verschiedener Arbeitgeber steht. Behandelt ein Unternehmen seine Praktikanten schlecht, kann dies gravierende negative Folgen haben. Machen Studenten hingegen gute Erfahrungen, so wird dies auch positive Auswirkungen auf das entsprechende Employer Branding haben.

Wie Studenten für das Unternehmen gewinnen?

Es existieren verschiedene Wege und Möglichkeiten, um Studenten als Arbeitskräfte zu gewinnen und erste Schritte in Richtung Bindung zu machen. Die Vergabe von Praktikumsplätzen ist mit Abstand das am Häufigsten eingesetzte Instrument: auf diese Weise gelingt es, fortlaufend neue Studenten zu beschäftigen und damit auch neues Wissen in das eigene Unternehmen zu holen.

Einige Unternehmen gehen sogar noch weiter, indem sie Potentialkandidaten als Werkstudenten übernehmen. Im Vergleich zu Praktikanten erbringen Werkstudenten zwar weniger Arbeitsleistung, werden dafür aber langfristig in das Unternehmen eingebunden.

In großen Unternehmen kommt es sogar vor, dass Alumni-Netzwerke für Praktikanten geschaffen werden. Aufbau und Betreuung eines solchen Netzwerkes sind zwar an entsprechende Aufwände gekoppelt, doch im Gegenzug kann eine besonders intensive Bindung erfolgen. Die ehemaligen studentischen Mitarbeiter bleiben auf diese Weise mit dem Unternehmen in Kontakt, wodurch sich ein starker Talent-Pool aufbauen lässt.

In Anbetracht der Chancen, welche die Beschäftigung von studentischen Arbeitskräften bietet, sollten Unternehmen nicht voreilig abriegeln. Im Gegenteil: es existieren mehrere gute Optionen, um Studenten zu beschäftigen und zukünftig ans Unternehmen zu binden. So ist es möglich, sich die Fachkräfte von morgen bereits heute zu sichern.

 

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Quellen:

https://www.wiwo.de/unternehmen/handel/fachkraeftemangel-wie-unternehmen-um-studenten-kaempfen/20947052.html

https://www.heise.de/newsticker/meldung/MINT-Fachkraefteengpass-Weniger-Akademiker-mehr-Facharbeiter-4097934.html

 

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